Die Wertsteigerung von Wildfrüchten durch die Konsolidierung der Märkte schafft Arbeitsplätze und Einkommen für die Waldgemeinden und trägt zum Fortbestand des Amazonas-Regenwaldes für zukünftige Generationen bei.

   ÍLE
        ::: Açaí
        ::: Andiroba
        ::: Buriti
        ::: Paranuss
        ::: Maracujá
        ::: Patauá
        ::: Pracachy
        ::: Tucumã (Pulpe)
        ::: Tucumã (Samen)
   BUTTERFETTE
        ::: Bacuri
        ::: Cupuaçu
        ::: Muru-muru
        ::: Ucuúba
   HARZE
        ::: Breu-branco
        ::: Copaíba

 

 

 

 

 

 

 

CUPUAÇU-Butter - (Theobroma grandiflorum, Malvaceae)

ERNTEZEITRAUM

PHYSIKALISCH-CHEMISCHE DATEN UND FETTSÄUREZUSAMMENSETZUNG

Das aus dem Samen der Cupuaçufrucht extrahierte Öl weist fantastische Eigenschaften für die kosmetische Industrie auf. Das Cupuaçu-Öl ist ein Triglycerid, mit einer ausgewogenen Zusammensetzung von gesättigten und ungesättigten Fettsäuren. Es besitzt einen niedrigen Schmelzpunkt (ca. 30 °C) und zieht bei Kontakt mit der Haut schnell ein. Cupuaçubutter hat eine hohe Wasserabsorptionskapazität, sie liegt etwa 120% höher als das bei Lanolin, und dient damit als pflanzliches Substitut. Sie enthält Phytosterole (vor allem Beta-Sitosterin), die auf zellulärer Ebene wirken und dadurch die Feuchtigkeitsbalance und die Lipidaktivität der obersten Hautschichten regulieren. Die hohe Wasserabsorption der Cupuaçubutter wird den Wasserstoffbrückenbindungen, die zwischen den Wasser – und Phytosterinemolekülen gebildet werden, zugeschrieben. Phytosterine werden verwendet, um den Heilungsprozesses von Hautkrankheiten zu fördern.

ALLGEMEINE VERWENDUNG

Von der Cupuaçufrucht wird nur ihre Fruchpulpe für die Herstellung von Säften, Eis, Nachspeisen und Süßigkeiten verwendet. Die Beseitigung der Fruchtpulpe ist ein aufwändiger Vorgang und wird mit Hilfe einer Schere durchgeführt. An einigen Orten werden die Samen vergoren, anschliessend in der Sonne getrocknet, geröstet, im Mörser zerkleinert und zu Schokolade verarbeitet, auch als cupulate bekannt. Im Allgemeinen werden die Samen, die ein Nebenprodukt der Fruchtpulpegewinnung sind, nicht genutzt und weggeworfen. Mit dem wachsenden Interesse der Kosmetik –und Pharmaindustrie für die Cupuaçubutter beginnen die Fruchtpulpeindustrien und Kooperativen die Cupuaçusamen in größeren Mengen zu trennen und zu trocknen.

ÖKOLOGIE

Der Cupuaçubaum stammt aus der Amazonasregion und gehört zur gleichen Familie und Gattung wie der weit berühmtere Kakao. Er ist ein kleiner Baum, der im Plantagenanbau eine Höhe von 4 bis 8 m erreicht oder im Regenwald bis zu 18 m hoch wachsen kann. Die Frucht ist zylinderförmig mit abgerundeten Enden, kann eine Grösse von bis zu 30 cm erreichen und ein durchschnittliches Gewicht von 1,2 Kilo erlangen. Wenn die Reifezeit erreicht ist, fallen die Früchte ohne Stiel ab und strahlen einen typischen Geruch aus, der den perfekten Reifegrad angibt. Die Frucht enthält eine saftige und cremige Fruchtpulpe, in die 20 bis 30 große ovale Samen eingebettet sind. Die Cupuaçubutter ähnlich wie die Kakaobutter, aber mit besserer Qualität, wird aus den Samen extrahiert. Sie enthält ca.45% Öl.

Im Plantagenanbau kann die Fruchtproduktion schon ab dem 3. Jahr beginnen und erreicht durchschnittlich 12 Früchte pro Baum. Hierbei wird der Anbau von 180 Pflanzen pro Hektar empfohlen, die einen durchschnittlichen Ertrag von 2200 Früchten erbringen, das entspricht etwa 990 Kilo an Fruchtpulpe und 450 Kilo an Samen (im Durchschnitt setzt sich eine Cupuaçufrucht aus 38,4% Fruchtpulpe, 17,2% Samen und 44,4% Schale zusammen). In der Regel werden 1.000 Kilo frische Samen zu 135 Kilo Cupuaçubutter verarbeitet.


BENUTZTE LITERATUR

CHLEBAROV; S. 1990: "Die Kosmetichen Eigenschaften der Phytosterole"1 TW Dermatologie.

MORAIS, L. R. : Banco de Dados Sobre Espécies Oleaginosas da Amazônia, não-publicado.

MÜLLER, C. H. et. al. : A cultura do cupuaçu. 1995, Embrapa-CPATU, coleção plantar 24, p.61.

WINKLER, A. 1977: Experimental studies of effect of water content of upper layers of human skin. Arztl. Kosmetologie,7 , 65-77.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

 

 

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