Die Wertsteigerung von Wildfrüchten durch die Konsolidierung der Märkte schafft Arbeitsplätze und Einkommen für die Waldgemeinden und trägt zum Fortbestand des Amazonas-Regenwaldes für zukünftige Generationen bei.

   ÍLE
        ::: Açaí
        ::: Andiroba
        ::: Buriti
        ::: Paranuss
        ::: Maracujá
        ::: Patauá
        ::: Pracachy
        ::: Tucumã (Pulpe)
        ::: Tucumã (Samen)
   BUTTERFETTE
        ::: Bacuri
        ::: Cupuaçu
        ::: Muru-muru
        ::: Ucuúba
   HARZE
        ::: Breu-branco
        ::: Copaíba

 

 

MURUMURU-Butter - (Astrocaryum murumurú, Arecaceae)

ERNTEZEITRAUM

PHYSIKALISCH-CHEMISCHE DATEN UND FETTSÄUREZUSAMMENSETZUNG

Das Murumurufett ist reich an Laurin-, Myristin-und Ölsäure. Die Frucht enthält ein weißes, geruch-und geschmackloses Fett mit dem grossen Vorteil, nicht leicht zu ranzen, bedingt durch den hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren wie den kurzkettigen Laurin- und Myristinsäure. Die Qualität dieses Fettes unterscheidet sich nicht besonders vom Tucumã -, Palm- oder Kokosfett, hat aber wegen seines Schmelzpunktes (32,5 °C) eine höhere Festigkeit, das dem Palmfett (25 ºC) und Kokosfett (22,7 °C) überlegen ist. Das Murumurufett kann mit anderen pflanzlichen  Fetten, die schon bei einer niedrigeren Temperatur schmelzen ,vermischt werden. Es kann auch durch einen teilweisen Ersatz von Kakaobutter bei der Herstellung von Schokolade benutzt werden, was der Schokolade eine festere Konsistenz in Umgebungen mit höherer Temperatur verleiht.

Das Murumurufett hat den weiteren Vorteil eines niedrigen Säuregehalts (4 bis 5%), vor allem, wenn es aus frischen Samen zubereitet wird, was die Kosten der Raffinierung wesentlich reduziert.

 

ALLGEMEINE VERWENDUNG

Die Verwendung des Murumurufetts bringt viele Vorteile für Haar und Haut. Murumurufett  besitzt einen hohen Nährwert und eine geschmeidige, feuchtigkeitsspendende Wirkung für das Haar und ermöglicht die Wiederherstellung der natürlichen Feuchtigkeit und Elastizität der Haut. Murumurufett wird in geringen Mengen in Shampoos verwendet (0,5% bis 1%) und in Formulierungen von Conditioner, Cremes und Lotionen, Seifen, Lippenstiften und Deos (0,5% bis 8%).

ÖKOLOGIE

Die Murumurupalme (Astrocaryum murumuru) kommt in der brasilianischen Amazonas-Region endemisch vor und ist bis zur Grenze nach Bolivien und Peru anzutreffen. Sie wächst bevorzugt in periodisch überschwemmten Gebieten, vor allem in den Niederungen entlang der Flüsse und nahe der Amazonas-Mündung und in dichten wie auch halb offenen Wäldern. Der Stamm, die Blätter und Stengel der Früchte sind mit harten, zähen, schwarzen Stacheln bedeckt, die über 20 cm Länge erreichen, was sich erschwerend auf die Ernte der Frucht auswirkt.

Wenn die Früchte reif sind, fällt der ganze Fruchtstand zu Boden. Der Kern der Frucht ist von einer gelben Fruchtpulpe umgeben. Diese  wird von Nagetieren bevorzugt, die beim Verzehr der Pulpe einen sauberen Samen hinterlassen. Der Kern ist von einer harten Schale umgeben. Nur in trockenem Zustand ist es möglich, die Schale vom Kern zu trennen. In der Regel ergeben 100 kg getrockneter Samen (12 - 15% Feuchtigkeit) etwa 27 bis 29 kg Kerne. Die Feuchtigkeit muss auf 5-6% reduziert werden, um empfindliche Lagerverluste zu vermeiden. Die Kerne besitzen 40 bis 42% Öl. Eine Murumurupalme produziert etwa 11 kg an getrockneten Samen. Bei hydraulischem Pressen kann die Ölausbeute bis zu 35% der Trockenmasse des Kerns ausmachen. Dies entspricht etwa 3,8 Liter pro Murumurupalme. Vor dem hydraulischen Pressen müssen die Samen aufgrund ihrer Härte gemahlen werden, wozu kräftige und widerstandsfähige Mahlscheiben nötig sind.

Ein Kilogramm enthält etwa 50 Samen. Die Samenkeimung und das Wachstum im freien Feld erfolgt sehr langsam.

 

BENUTZTE LITERATUR

PESCE, C.: Oleaginosas da Amazônia, 1941, Oficinas Gráficas da Revista Veterinária, Belém/PA

MORAIS, L. R. Banco de Dados Sobre Espécies Oleaginosas da Amazônia, não-publicado

PINTO, G.P.; Características físico-químicas e outras informações sobre as principais oleaginosas do Brasil. Recife: Instituto de Pesquisas e Experimentação Agropecuárias do Nordeste, Boletim Técnico18, 1963.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

 

 

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