Die Wertsteigerung von Wildfrüchten durch die Konsolidierung der Märkte schafft Arbeitsplätze und Einkommen für die Waldgemeinden und trägt zum Fortbestand des Amazonas-Regenwaldes für zukünftige Generationen bei.

   ÍLE
        ::: Açaí
        ::: Andiroba
        ::: Buriti
        ::: Paranuss
        ::: Maracujá
        ::: Patauá
        ::: Pracachy
        ::: Tucumã (Pulpe)
        ::: Tucumã (Samen)
   BUTTERFETTE
        ::: Bacuri
        ::: Cupuaçu
        ::: Muru-muru
        ::: Ucuúba
   HARZE
        ::: Breu-branco
        ::: Copaíba

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

UCUÚBA-Butter - (Virola surinamensis, Myristicaceae)

ERNTEZEITRAUM

PHYSIKALISCH-CHEMISCHE DATEN UND FETTSÄUREZUSAMMENSETZUNG

Das Fett der Ucuubasamen hat einen Schmelzpunkt von(53 °C) und eine Verseifungszahl (220 mg KOH/g Öl), damit höher liegend als die entsprechenden Werte von Rindertalg (43 °C und 200 mg KOH/g Talg). Das Ucuubafett ist ein idealer Rohstoff, um den tierischen Talg bei der Herstellung von feinen Seifen zu ersetzen sowie andere fetthaltige Stoffe, die einen hohen Schmelzpunkt in der Lebensmittelindustrie und Pharmazie verlangen. Der Ersatz von Tierfetten durch das Ucuubafett hilft, das Verschmutzungsproblem bei der Verarbeitung von Tierfetten zu vermeiden. Hinzu kommt , dass der Einsatz von Ucuubafett der Seife mehr Konsistenz und Haltbarkeit gibt, was durchaus den höheren Preis rechtfertigt. Die Ucuubasamen enthalten sehr viel Fett (60 - 70%), davon 70% Trimerystin, ein Triglycerid der Myristinsäure, ein aromatisch-ätherisches Öl, das von großer Bedeutung für die Kosmetik-, Pharma- und Lebensmittelindustrie ist. Derzeit wird dieses ätherische Öl aus der Muskatnuss (Myristica fragrans) gewonnen, die Trimerystin in einer Konzentration von etwa 80% aufweist.

ALLGEMEINE VERWENDUNG

In der Regel wird das Ucuubafett als Brennstoff für Lampen und bei der Herstellung von Kerzen benutzt, die beim Verbrennen einen aromatischen Geruch verbreiten. In der traditionellen Medizin wird es erfolgreich bei der Behandlung von Rheuma, Arthritis, Koliken, Geschwüren und Hämorrhoiden angewendet. Die Ucuubabutter, die hart und von gelber Farbe ist, kann in Kombination mit anderen Zutaten für die Herstellung von Kerzen und Pflanzenseifen verwendet werden und dabei als pflanzliches Substitut Paraffin, das aus Erdöl gewonnen wird, ersetzen. Seifen und Cremes auf Ucuubabasis zeigen entzündungshemmende, heilende, belebende und antiseptische Wirkung.

ÖKOLOGIE

Der Ucuubabaum kommt im gesamten Amazonasgebiet vor; das Gebiet erstreckt sich bis nach Maranhão und Pernambuco  Im indianischen Sprachgebrauch bedeutet UCU (Fett) und YBA (Baum), Der Ucuubabaum bevorzugt sumpfige Gebiete und erreicht eine Höhe von 25 bis 35 m. Ein ausgewachsener Baum kann zwischen 30 bis 50 kg Samen/Jahr produzieren. Die Samen sind mit 60 - 70% sehr fettreich und der Fettertrag kann bei getrockneten Samen bis zu 50% betragen. Bei einer Anpflanzung mit 150 Bäumen pro Hektar können bis zu 7.000 Kilo Samen geerntet werden, das entspricht etwa 3.500 Kilo Fett . Der Ucuubabaum zeigt ein schnelles Wachstum, das bis zu 3 m in zwei Jahren erreichen kann. Das Holz eignet sich sehr gut für Furniere und Sperrholz; das führt zu einer Bedrohung für die verbleibenden Waldbestände.

Ein ausgewachsener Ucuubabaum wird für R$ 5,00 verkauft, und sein Holz auch zu Besenstielen verarbeitet, und für R$ 0,40 por Stück auf den Märkten und Häfen Beléms angeboten. Die Samen werden für R$ 0.50 pro kg gehandelt. Setzt man eine Produktin von 30 bis 50 kg/Jahr/Baum voraus, so kann ein Erlös von R$ 18,00 bis R$ 25,00 aus dem Verkauf der Samen erzielt werden.

BENUTZTE LITERATUR

LORENZI, H : Arvores Brasileiras – vol, 01. 1992, Instituto Plantarum, Nova Odessa – SP 384 pp.

MORAIS, L. R. : Banco de Dados Sobre Espécies Oleaginosas da Amazônia, não-publicado.

MORS, W.B. et. al.: Medicinal Plants of Brazil, 2000, Reference Publications, Inc Algonac, Michigan.

PESCE, C.: Oleaginosas da Amazônia, 1941, Oficinas Gráficas da Revista Veterinária, Belém/PA.

VAN DEN BERG, M.E.: Plantas Medicinais na Amazônia – Contribuição ao seu conhecimento sistemático, 1993, Museu Paraense Emílio Goeldi, Belém. 206 pp.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

 

 

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