Die Wertsteigerung von Wildfrüchten durch die Konsolidierung der Märkte schafft Arbeitsplätze und Einkommen für die Waldgemeinden und trägt zum Fortbestand des Amazonas-Regenwaldes für zukünftige Generationen bei.

   ÍLE
        ::: Açaí
        ::: Andiroba
        ::: Buriti
        ::: Paranuss
        ::: Maracujá
        ::: Patauá
        ::: Pracachy
        ::: Tucumã (Pulpe)
        ::: Tucumã (Samen)
   BUTTERFETTE
        ::: Bacuri
        ::: Cupuaçu
        ::: Muru-muru
        ::: Ucuúba
   HARZE
        ::: Breu-branco
        ::: Copaíba

 

BREU BRANCO-Öl-Harz - (Protium heptaphyllum, Burseraceae)

CHEMISCHE ZUSAMMENSETZUNG


Die Eigenschaften des Öl-Harz-Gemisches des Breu-branco sind vergleichbar mit denen der Boswellia Art, die in Indien und Afrika ansässig ist. Das Öl-Harz-Gemisch besteht aus einer großen Anzahl von Monoterpenen wie α-Pyren (10,5%), Limonenen (16,9%), α-Phellandren (16,7%) und Sesquisterpenen (28,5%).

Aufgrund seiner aromatischen Eigenschaften wird das Öl-Harz-Gemisch vielfach als Duftmittel in Parfüms und Körperpflegemittel eingesetzt sowie bei der Herstellung von Seifen. Limonenen, welches in grösserer Konzentration im Breu-branco vorkommt, ist ein allgemein bekannter Bestandteil von Aromen und Essenzen.

ALLGEMEINE VERWENDUNG

Das Öl-Harz-Gemisch des Breu-branco wird in der Volkmedizin wegen seiner entzündungshemmenden, schmerzlindernden und wundheilenden Wirkung eingesetzt; so bei der Behandlung der Bronchitis und Kopfschmerzen. Auf dem Lande wird es auch vielfach als Weihrauch in den Kirchen und als Material zum Abdichten von Booten verwendet.

ÖKOLOGIE

Der Breu-branco-Baum besiedelt hauptsächlich Terra- firme- Böden und kommt fast überall in Brasilien vor. Der Baum verbreitet einen aromatischen Duft, besitzt eine dunkel-rote Rinde und erreicht eine Höhe von 10 bis 20 Metern und einen Stammdurchmesser von 50 bis 60 Zentimetern. Wenn die Rinde aufgeritzt wird, tritt ein öl-harziges weiß-grünes Gemisch aus mit einem sehr angenehmen Aroma. Tritt das Öl-Harz-Gemisch mit der Luft in Kontakt, erhärtet es. Das gehärtete Öl-Harz-Gemisch wird von der Rinde abgeschabt oder während des ganzen Jahres am Boden aufgefangen. Die besten Ergebnisse werden während der Trockenzeit erzielt. Anschliessend wird es im Schatten getrocknet und in Jute- oder Fasersäcken gelagert. Der erste Rindenschnitt am Stamm des Breu-branco sollte nicht vor dem 8. bis 10. Lebensjahr erfolgen. Um eine nachhaltige Nutzung zu gewährleisten, werden nicht mehr als 2 bis 3 Schnitte pro Jahr empfohlen. Die Ausbeute pro Baum hängt von Alter, Größe und Zustand des Baumes ab und liegt zwischen 3 bis 10 kg Harz.

Das ätherische Öl wird über die Wasserdampf-Destillation aus dem Harz gewonnen und beträgt 11%.

 

BENUTZTE LITERATUR

BANDEIRA, P.N.; MACHADO, M.I.L.; CAVALCANTI, F.S. & LEMOS,T.L.G. (2001): Essential oil composition of leaves, fruits and resin of Protium heptaphylum (Aubl.) March. Journal of essential oil research. v.13, n.1, p.33-34.

LORENZI, H. e MATOS, F. J. (2002):  Plantas medicinais no Brasil: nativas e exóticas. Nova Odessa: Plantarum. p. 512.

REVILLA, J. (2001): Plantas da Amazônia: oportunidades econômicas e sustentáveis. Manaus: SEBRAE/AM; INPA, p. 405.

REVILLA, J. (2002):  Apontamentos para a cosmética amazônica. Manaus: SEBRAE-AM/INPA, p. 532.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

 

 

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