Die Wertsteigerung von Wildfrüchten durch die Konsolidierung der Märkte schafft Arbeitsplätze und Einkommen für die Waldgemeinden und trägt zum Fortbestand des Amazonas-Regenwaldes für zukünftige Generationen bei.

   ÍLE
        ::: Açaí
        ::: Andiroba
        ::: Buriti
        ::: Paranuss
        ::: Maracujá
        ::: Patauá
        ::: Pracachy
        ::: Tucumã (Pulpe)
        ::: Tucumã (Samen)
   BUTTERFETTE
        ::: Bacuri
        ::: Cupuaçu
        ::: Muru-muru
        ::: Ucuúba
   HARZE
        ::: Breu-branco
        ::: Copaíba

 

 

COPAÍBA-Öl-Harz - (Copaifera spp., Leguminosae - Caesalpinoideae)

ERNTEZEITRAUM

PHYSIKALISCH-CHEMISCHE DATEN

Die chemische Zusammensetzung des Öl-Harz-Gemisches von Copaiba weist etwa 72 Sesquiterpene (Kohlenwasserstoffe) und 28 Diterpene (Karbonsäuren) auf, wobei sich das Öl-Harz-Gemisch aus etwa 50% der jeweiligen Terpene zusammensetzt. Den Diterpenen werden die meisten der therapeutischen Eigenschaften zugeschrieben, eine wissenschaftlich belegte Tatsache. Die Sesquiterpene sind für das Aroma des Öl-Harz-Gemisches der Copaiba verantwortlich sowie für einige heilende Eigenschaften gegen Geschwüre und Rhinoviren.

Forscher haben herausgefunden, dass das Öl-Harz-Gemisches der Copaiba entzündungshemmende Eigenschaften aufweist und zwar mit zweimal grösseren Wirkung als bei Diclofenac-Natrium, eines der am häufigsten verwendeten entzündungshemmernden Medikamente.

Ein grosses Problem der Vermarktung von Copaiba Öl-Harz-Gemisch stellt das Panschen, in der Regel mit Pflanzenöl, dar. Eine konventionelle Form , dies nachzuweisen, ist die Ermittlung des Säure-Wertes. Ein Wert von weniger als 80 mg KOH/g Öl-Harz-Gemisch zeigt bereits Verunreinigungen an. Je geringer die Säurezahl von Copaiba Öl-Harz-Gemsich ist, desto größer ist die Menge an beigemischtem Pflanzenöl. Mit der Ermittlung der Höhe des Esterwertes kann beim Copaiba Öl-Harz-Gemisch die Art der Verunreinigung bestimmt werden. Wenn der Ester-Gehalt einen Wert größer als 23 mg KOH / g Öl-Harz-Gemisch aufweist, ist dies ein Hinweis auf eine Fettsäureverunreinigung.

In lokalen Workshops wird den Sammlergemeinden die volumetrische Prüfung gelehrt, was von ihnen gut aufgenommen wird. Dafür werden im Labor Lösungen aufbereitet, die bis zu einem Jahr halten. Dieser einfache Tests hilft den Sammlergemeinden und Genossenschaften, die Copaiba Harz-Öl-Gemisch vermarkten, verunreinigte Lieferungen zu erkennen und abzulehnen, ohne die Notwendigkeit für ein komplettes Analyselabor.

ALLGEMEINE VERWENDUNG

In der traditionellen Medizin ist die Verwendung für das Copiaba Öl-Harz- Gemisch sehr vielfältig, da es eine Vielzahl von pharmakologischen Eigenschaften zeigt. Es wird zur Wundbehandlung und aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung zur Behandlung von Infektionen der Atem - und Harnwege eingesetzt. Bekanntermassen kommt es auch als ein hochwirksames natürliches Antibiotikum gegen gram-positive Bakterien zum Einsatz. Im industriellen Kosmetikprozess wird es Bestandteil der Duftnote von Parfüms und kommt in kosmetischen Präparaten wie Seifen und Cremes wegen seiner antibakteriellen, entzündungshemmenden und geschmeidigen Eigenschaften zur Anwendung.

ÖKOLOGIE


Es gibt mehrere unterschiedliche Arten von Copaiba .Obwohl sie in einzelnen Aspekten botanische Unterschiede aufweisen, wird ihnen allen die gleiche medizinische und kosmetische Verwendungsmöglichkeit zugeschrieben. Der Copaibabaum passt sich an eine Vielzahl von natürlichen Umgebungen an, wird sowohl in Terra firme-Wäldern als auch in Feuchtgebieten angetroffen, kann eine Höhe von 25 bis 40 Metern erreichen und bis zu 400 Jahre alt werden.

Der Prozess der Gewinnung des Öl-Harz-Gemisches erfolgt immer noch in rudimentärer Form. Mit einem Handbohrer wird eine Öffnung bis zur Miite des Baum getrieben, wobei sich die Öffnung 60 bis 70 Zentimeter über dem Boden befinden soll. Unmittelbar darauf wird ein Rohr unterhalb der Öffnung angebracht, damit das Öl-Harz-Gemisch in einen Behälter auf dem Boden abtropfen kann. Das ÖL-Harz-Gemisch lässt man für einige Tage abtropfen, und nach Abschluss der Ernte wird die Öffnung mit Lehm abgedichtet, um den Befall des Baumes durch Pilze und Termiten zu verhindern. Der Copaibabaum kann 2 bis 3 mal im Jahr angezapft werden. Dieser Vorgang wird als rational nachhaltige Extraktion bezeichnet. Die durchschnittliche Produktion eines ausgewachsenen Copaibabaumes liegt zwischen 4 bis 5 Liter/Jahr. Die Gewinnung des Öl-Harz-Gemisches sollte nicht vor Erreichen eines Stammdurchmessers von mindestens 40 cm ausgeführt werden.

Die Samen keimen schnell, die Wachstumsraten sind jedoch langsam und erreichen nur 50 cm pro Jahr.

 

BENUTZTE LITERATUR

FERREIRA, F. H. (1999): Potencial de extração e comercialização do óleo-resina da copaíba (Copaífera spp.), um estudo de caso na Floresta Estadual do Antimarí, Acre. Dissertação (Mestrado em Ecologia e Manejo de Recursos Naturais), Universidade Federal do Acre, Rio Branco, 54 p.

http://odontologika.uol.com.br/copaiba.htm (acessado 11/11/2009)

MACIEL, M. A. M, et. al.: Plantas Medicinais: As Necessidades de Estudos Multidisciplinares. 2002, Química Nova, v. 25, n. 3, p. 429.

MORAIS, L. R. B.: Formas Simples de Capacitação de Comunidades Amazônicas, Cartilhas de Capacitação Amazon Velas – Curupira da Amazonia, material distribuído gratuitamente em cursos de capacitação em comunidades que fornecem produtos.

PASTORE Jr, F. (1997): Banco de Dados de Produtos Não-Madereiros da Amazônia. 1ªEdição. Unb, ITTO, FUNATURA. Brasília.

PAIVA, L. A., et al. “Anti-inflammatory effect of kaurenoic acid, a diterpene from Copaifera langsdorffi on acetic acid-induced colitis in rats.” Vascul. Pharmacol. 2002 Dec; 39(6):303-7.

SHANLEY, P. et. al. : Frutíferas e plantas úteis na vida amazônica, 2005, CIFOR, IMAZON, Editora Supercores, Belém, p. 300.

TINCUSI, B. M., et al. “Antimicrobial terpenoids from the oleoresin of the Peruvian medicinal plant Copaifera paupera." Planta Med. 2002; 68(9): 808–12.

VASCONCELOS A. F. F. et. al.: Uso de Métodos Analíticos Convencionais no Estudo da Autenticidade do Óleo de Copaíba, 2002, Química Nova, v, 25, n.6B, 1057-1060.

VEIGA JUNIOR, V. F. et. al.:: O GÊNERO Copaifera L., 2002,  Quim. Nova, Vol. 25, No. 2, 273-286.

WILKINS, M., et al. “Characterization of the bactericidal activity of the natural diterpene kaurenoic acid.” Planta Med. 2002 68(5): 452–54.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

 

 

Englische Sprache Portugiesische Sprache