Die Wertsteigerung von Wildfrüchten durch die Konsolidierung der Märkte schafft Arbeitsplätze und Einkommen für die Waldgemeinden und trägt zum Fortbestand des Amazonas-Regenwaldes für zukünftige Generationen bei.

   ÍLE
        ::: Açaí
        ::: Andiroba
        ::: Buriti
        ::: Paranuss
        ::: Maracujá
        ::: Patauá
        ::: Pracachy
        ::: Tucumã (Pulpe)
        ::: Tucumã (Samen)
   BUTTERFETTE
        ::: Bacuri
        ::: Cupuaçu
        ::: Muru-muru
        ::: Ucuúba
   HARZE
        ::: Breu-branco
        ::: Copaíba

 

 

 

PATAUÁ-Öl - (Oenocarpus bataua, Arecaceae)

ERNTEZEITRAUM

PHYSIKALISCH-CHEMISCHE DATEN UND FETTSÄUREZUSAMMENSETZUNG

Das aus dem Fruchtfleisch (Mesokarp) der Patauápalme extrahierte Öl hat eine grünlich-gelbe transparente Färbung, weist einen geringen Geruch und Geschmack auf und ähnelt dem Olivenöl (Olea europaea), wie auch in seiner Zusammensetzung der Fettsäuren. Dabei ist der hohe Anteil an ungesättigten Fettsäuren bemerkenswert.

Durch seinen hohen Gehalt an Ölsäure zeigt das Patauáöl feuchtigkeitsspendende Eigenschaften, aufgrund dessen es für die Haarpflege in Anti-Schuppen- und Revitalisierungsformulierungen sowie für die Hautpflege bei der Herstellung von Seifen und Cremes zum Einsatz kommt.

 

ALLGEMEINE VERWENDUNG

Auf den Märkten in Belém ist die Bedeutung des "Patauá Weins" viel grösser als die seines Öles. Der "Patauá Wein" gleicht einem milchigen Schokoladengetränk und wird ähnlich wie der "Açaí Wein" zubereitet.
Die getrocknete Fruchtpulpe des Patauás besitzt etwa 7,4% Protein und weist eine hervorragende Aminosäure-Zusammensetzung auf. Aus diesem Grund ist das Protein der Patauápalme ausserordentlich wertvoll und kann ohne weiteres mit dem des Rindfleisches oder der Kuhmilch verglichen werden.
Traditionell wird das Patauáöl zum Braten verwendet und als Tonikum zur Behandlung von Haarausfall.

ÖKOLOGIE

Die Patauápalme wächst sowohl auf Terra firme - als auch in Feuchtgebieten. Sie kann bis zu 25 Meter hoch werden, bildet nur einen Stamm aus, und der Fruchtstand ähnelt der Form eines Pferdeschwanzes. Die Patauápalme beginnt ab dem 8. Jahr zu produzieren und bildet bis zu 3 Fruchtständen pro Jahr aus. Die Fruchtausbildung dauert in der Regel 10 bis 14 Monaten, weshalb Fruchtstände mit Blüten als auch solche mit reifen Früchten gleichzeitig angetroffen werden können.

Bei der traditionellen Gewinnung von Patauáöl wird die Fruchtpulpe, die zuvor durch Einweichen in Wasser vom Samen getrennt wurde, zerkleinert und in einem Behälter mit Wasser zum Kochen gebracht, bis das Öl an die Oberfläche tritt. Wenn die Ölextraktion unter Einsatz von mechanischen Pressen erfolgt, sollte die Fruchtpulpe vorher angewärmt werden, was zu einer höheren Ölausbeute führt.

Die Patauáfrucht besteht aus Fruchtpulpe (Mesokarp 39%) und Samen (61%). Das Fruchtfleisch (Pulpe) enthält 18% Öl. Bei einer durchschnittlichen Produktion von 2 Fruchtständen pro Palme pro Jahr, was 32 kg an Früchten entspricht, können unter Einsatz einer mechanischen Presse bis zu 2,4 Liter Öl pro Palme gewonnen werden.

 

BENUTZTE LITERATUR

BALICK, M. J. and GERSHOFF, S. N. (1981): Nutritional evaluation of the Jessenia bataua palm: source of high-quality protein and oil from tropical America. Economic Botany 35, p. 261 – 271.

BALICK, M.J. (1988): Jessenia and Oenocarpus: neotropical oil plants worthy of domestication. Food and Agriculture Organization (FAO), Plant Production and Protection Paper, N°. 88, Rome.
http://www.fao.org/docrep/V0784E/v0784e0f.htm (acessado em 11/11/2009).

PESCE, C.: Oleaginosas da Amazônia, 1941, Oficinas Gráficas da Revista Veterinária, Belém/PA

SHANLEY, P. et. al. : Frutíferas e plantas úteis na vida amazônica, 2005, CIFOR, IMAZON, Editora Supercores, Belém, p. 300.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

 

 

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